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„Monster von Manchester“: 140‑Meter‑RINGSCAFF‑Turm setzt neue Maßstäbe

„Monster von Manchester“: 140‑Meter‑RINGSCAFF‑Turm setzt neue Maßstäbe

Mehr als 20.000 Gerüstbauteile mit einem Gesamtgewicht von rund 100 t kommen bei der Konstruktion des freistehenden Aufzugsturms im innerstädtischen Umfeld zum Einsatz. (Foto: Scafom-rux)


Mitten im Finanzviertel von Manchester entsteht derzeit ein Hochhausprojekt der Superlative und setzt zugleich neue Maßstäbe im britischen Gerüstbau. Für die Erschließung des Gebäudes während der Bauphase kommt ein 140 m hoher, freistehender Aufzugsturm zum Einsatz. Die Konstruktion basiert auf dem Modulgerüstsystem RINGSCAFF von Scafom-rux und gilt nach Angaben des Herstellers als das bislang höchste bodengebundene Gerüst seiner Art in Manchester .

20.000 Gerüstteile für zentrale Zugangslösung

Der Bau des Gebäudes begann im September 2023 mit Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten. Seitdem schreitet der Rohbau zügig voran und hat innerhalb von 26 Monaten eine Höhe von 14 oberirdischen Geschossen erreicht. Parallel dazu entstanden die drei Untergeschosse sowie umfangreiche Innenausbauten bis Ebene 12. Der 140 m hohe Aufzugsturm begleitet diesen Fortschritt auch in den kommenden Bauphasen und dient dabei als zentrale Zugangslösung für Personal und Material.

„Der Aufzugsturm ist ein Schlüsselelement des Projekts“, erklärt Mark Gaffney vom ausführenden Gerüstbauunternehmen Kinlan Scaffold. „Er erschließt sämtliche Etagen und wurde für Nutzlasten von bis zu 10 kN pro Quadratmeter ausgelegt.“ Insgesamt kommen mehr als 20.000 Bauteile des RINGSCAFF-Systems mit einem Gesamtgewicht von rund 100 t zum Einsatz.

Planung und Testaufbau im Vorfeld

Bereits in der Planungsphase stellte das Projekt hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Eigengewicht, Verkehrslasten sowie komplexe Verankerungssituationen mussten ebenso berücksichtigt werden wie die beengten Platzverhältnisse im innerstädtischen Umfeld.

Um die Umsetzung vorzubereiten, baute Kinlan Scaffold in Zusammenarbeit mit Scafom-rux einen Testabschnitt des Turms außerhalb der Baustelle auf. Laut Projektbeteiligten konnte so das Konzept optimiert und besser an die Abläufe vor Ort angepasst werden.

Auch die Logistik erforderte sorgfältige Vorplanung. „Materialanlieferung und Baustellenorganisation waren aufgrund der engen Innenstadtlage besonders anspruchsvoll“, berichtet Andrew Gee von Scafom-rux UK. „Durch Zwischenlagerung auf dem Betriebshof von Kinlan am Stadtrand und den Einsatz von Baukranen konnten wir einen effizienten Materialfluss sicherstellen und alle Termine einhalten.“

Besondere Anforderungen an Verankerung und Ausführung

Der Aufbau des Gerüstturms erfolgte durch ein kleines, spezialisiertes Team aus zwei bis vier Gerüstbauern, unterstützt von Ingenieuren und Baustellenpersonal. Mit zunehmender Höhe stiegen auch die Anforderungen an Stabilität und Sicherheit. David Rogerson vom Ingenieurbüro Prime Scaffold Design, das sich für die Planung und Konfiguration des Aufzugsturms verantwortlich zeichnet, erläutert: „Die Verankerungen waren außerhalb der gängigen Norm. Gemeinsam mit dem Betonbauer haben wir daher spezielle Einbauteile geplant und im Voraus installiert. So lagen die Anschlagpunkte exakt dort, wo das Montageteam sie beim Fortschreiten des Gerüstbaus benötigte.“

Trotz der technischen Komplexität konnten wichtige Bauabschnitte planmäßig umgesetzt werden. Parallel dazu werden architektonische Besonderheiten wie die Integration das historischen Sir Ralph Abercromby Pubs in das Gesamtprojekt realisiert.

Projekt mit Signalwirkung

Die Fertigstellung des Rohbaus ist für Dezember 2026 vorgesehen, die Gesamtübergabe für September 2027. Bis dahin bleibt der Aufzugsturm ein zentrales Element auf der Baustelle und wächst parallel zum Baufortschritt weiter mit.

Für Kinlan Scaffold bedeutet das Projekt eine besondere Referenz im innerstädtischen Gerüstbau. Der 140 m hohe Turm stellt nicht nur hohe Anforderungen an Planung und Ausführung, sondern auch an die Abstimmung mit den weiteren Gewerken auf der Baustelle. „Manchesters höchstes freistehendes Gerüst zeigt eindrucksvoll, was durch präzise Planung und enge Zusammenarbeit möglich ist“, resümiert Andrew Gee. „Ein technisch anspruchsvolles Prestigeprojekt. Oder wie wir es nennen: das Monster von Manchester.“

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